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FULL MOON - 10 Tipps für eine Vollmond Skitour

10/2019 // Jochen Mesle

FULL MOON - 10 Tipps für eine Vollmond Skitour

Dem Vollmond werden viele magische Kräfte zugesprochen. Eines ist Fakt: Wenn er scheint, dann scheint er hell. In ihrem neuen Film “Full Moon” haben die beiden Freeride-Pros Jochen Mesle und Max Kroneck geschaut, wie hell er wirklich ist – und welche Lines mit dieser Sicht noch möglich sind. Während die Skiorte schlafen und die Lifte stillstehen, haben die beiden Freunde die Berge für sich allein und tauchen in eine vollkommen ungewohnte Bergwelt ein. Das Montafon bei Nacht. Mythisch, dunkel, einzigartig.

„Full Moon“ ist vollständig ohne künstliches Licht entstanden. Nicht nur eine Herausforderung für die Skifahrer, sondern auch für die Filmemacher. Ab November könnt Ihr den Film beim Freeride Film Festival 2019 in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen.

 

Tipps von Jochen Mesle & Max Kroneck

Vollmond Skifahren ist ein ganz besonderes Erlebnis und vielleicht werden Euch die Bilder dazu inspirieren, es selbst einmal auszuprobieren. Wir haben Jochen und Max gefragt, was man dabei beachten sollte. Hier sind zehn Tipps für Euer erstes Vollmond Abenteuer:

1. Checkt den Mondkalender und das Wetter. Ohne Mond, kein Licht. Und Ihr müsst Euch eine wirklich klare Nacht aussuchen, denn schon mit einer kleinen Wolkendecke sieht man ohne eine Stirnlampe nichts. Wir haben festgestellt, dass die zwei Tage vor und nach dem Vollmond auch noch genügend Licht für eine Tour bieten.

2. Die Stirnlampe sollte immer als Backup in der Hosentasche sein. Vor allem wenn mal Wolken aufziehen oder ihr Euch im Schatten bewegt müsst ihr die Möglichkeit haben das Licht anzuschalten.

3. Packt genug warme Klamotten ein, denn wenn ihr Euch nicht mehr bewegt wird es unangenehm kalt. Eine Daune oder Primaloft sollte auf jeden Fall im Rucksack sein.

4. Die Schatten wandern deutlich schneller als am Tag und können in anderen Expositionen liegen. In der Vollmondnacht geht der Mond genau zeitgleich und gegenüber der untergehenden Sonne auf. Also können die Hänge, die tagsüber in der Sonne liegen, nachts im Schatten liegen. Sucht Euch die Hänge mit sicherem Licht aus, da man im Schatten wirklich keine Konturen oder Hindernisse im Schnee erkennen kann.

5. In der Dunkelheit sind räumliche Dimensionen schwer einzuschätzen. Mal wirkt alles sehr klein und nah, anderes hingegen wirkt viel größer oder weiter weg als gedacht. Ihr solltet das Gebiet also bestens kennen und auch tagsüber schon dort unterwegs gewesen sein um Euch die Hänge anzuschauen.

6. Wenn ihr die Möglichkeit habt, packt eine lichtstarke Kamera ein, denn das Handy sieht bei so wenig Licht nichts. Wenn ihr keine Kamera mitnehmen könnt ist das auch kein Problem. Speichert die Bilder einfach im Kopf ab und genießt die Ruhe in den Bergen.

7. Ganz wichtig: Wildruhezonen und das Fahren im Wald müsst ihr dringend vermeiden - auch das Wild braucht Ruhe. Ihr solltet oberhalb der Baumgrenze unterwegs sein. Es ist nicht verkehrt in der Nähe eines Skigebietes zu sein, aber auch da gibt es klare Regeln. Nachts arbeiten die Pistengeräte, oft auch am Seil. Deshalb ist es ein absolutes No-Go auf den Pisten zu gehen und Euch in Gefahr zu bringen.

8. Versucht im Vorfeld ausreichend zu schlafen. Der Körper ist es nicht gewohnt, nachts zu arbeiten. Ihr werdet Euch wundern, wie viel Energie ihr für eine nächtliche Skitour braucht. Nehmt ein paar Snacks mit und teilt Eure Kräfte gut ein.

9. Nehmt einen Gang raus beim Skifahren. Steine, Kuppen und Schnee-Bedingungen sind schwer einzuschätzen. Fahrt auf Sicherheit. Hier geht es nicht darum Eure Grenzen auszutesten, sondern darum die Natur zu genießen und die Berge in einer ganz anderen Stimmung zu erleben.

10. Packt eine Teekanne ein, macht mal eine Pause und genießt die Ruhe!

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